Ein MediaKit ist die Verkaufsunterlage eines Magazins: Es zeigt Anzeigenkunden und Agenturen, wofür ein Titel steht, wen er erreicht und welche Werbeformate er anbietet. Für Fashion-Magazine ist es zugleich eine Visitenkarte, denn Werbekunden aus dem Luxussegment beurteilen das Magazin auch nach der Qualität seiner eigenen Unterlagen.
Von 2008 bis 2016 habe ich für den Verlag SANOMA HEARST in Rumänien die MediaKits von Harper’s Bazaar, Marie Claire und Beau Monde gestaltet. Dieser Beitrag fasst zusammen, worauf es dabei ankommt.
Was ein MediaKit enthalten sollte
- Positionierung: Wofür steht das Magazin, und für wen wird es gemacht?
- Leserschaft: Reichweite und Zielgruppe, übersichtlich aufbereitet
- Werbeformate und Preise: Formate, Platzierungen und Rate Card
- Technische Daten: Formate, Anschnitt, Druckunterlagen, Termine
- Digitale Angebote: Website, Newsletter und Social Media, wenn vorhanden
- Kontakt: Ansprechpartner im Anzeigenverkauf
Was Fashion-MediaKits besonders macht
Gestaltung auf Heft-Niveau. Ein MediaKit für ein Fashion-Magazin muss so hochwertig wirken wie das Heft selbst: Typografie, Bildauswahl und Weißraum folgen dem Stil des Titels.
Eine klare Positionierung je Titel. Jedes Magazin brauchte seine eigene Sprache. Für Harper’s Bazaar war es die „thoughtful, creative woman“, für Marie Claire „solid journalism + aspirational fashion“, für Beau Monde der Anspruch als „first Romanian glossy magazine“. Gemeinsam war allen ein einheitliches Verlags-Branding.
Internationale Richtlinien, lokaler Markt. Harper’s Bazaar und Marie Claire haben weltweite Design-Richtlinien. Die MediaKits mussten diese einhalten und zugleich auf den rumänischen Markt zugeschnitten sein.
Ergebnisse
- +35 % Premium-Werbetreibende-Akquisition
- +50 % B2B-Meeting-Erfolgsrate bei Mode-Marken-Präsentationen
- +25 % durchschnittliche Anzeigen-Größe
- Die MediaKits wurden Vorlage für weitere Titel des Verlags
Mehr Bilder und Details zeigt das MediaKit-Projekt im Portfolio. Wie Fashion-Magazine selbst gestaltet werden, beschreibt der Beitrag Fashion Publishing Design.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Entwicklung eines MediaKits?
Das hängt vom Umfang ab: Anzahl der Seiten und Formate, Sprachversionen, Print und Digital, und davon, ob Daten zur Leserschaft und Bildmaterial bereits vorliegen.
Was kostet ein MediaKit?
Ich rechne nach Aufwand ab: Stundensatz 80 EUR, Tagessatz 850 EUR. Nach einem kurzen Briefing erhalten Sie eine Schätzung.
Was unterscheidet ein MediaKit von einer Imagebroschüre?
Eine Imagebroschüre stellt ein Unternehmen vor. Ein MediaKit ist ein Verkaufswerkzeug: Es muss Anzeigenkunden schnell die Fakten liefern, die sie für eine Buchung brauchen, und dabei die Positionierung des Magazins vermitteln.
Über den Autor
Gabriel Săvulescu ist Designer in Herrsching am Ammersee, mit über 20 Jahren Erfahrung in der B2B-Kommunikation und mehr als 200 umgesetzten Projekten, darunter Policolor und Centrofarm. Wenn Sie ein MediaKit oder andere Verlagsunterlagen planen: Kontakt aufnehmen.